The Young Seducers 2

The Young Seducers 2 ★★★

BLUTJUNGE VERFÜHRERINNEN 2
Schweiz/Deutschland 1972 R: Erwin C. Dietrich
Drehbuchautor Manfred Gregor (Manfred Greve) bestellt über den Studentenservice eine Sekretärin als Muse, die ihm dabei hilft, erotische Episoden über die Sexabenteuer junger Mädels zu Papier zu bringen.
Über seine Produktionsfirmen Avis und Cinemec vertreibt Dietrich ab Frühjahr 1972 diesen zweiten Teil der Reihe um blutjunge Verführerinnen. Da der Vorgänger gerade mit Zensurproblemen zu kämpfen hat, läuft in Deutschland im März 1972 eine um etwa 8 Minuten gekürzte Fassung an, in der Schweiz läuft eine ungekürzte Version erst im Januar 1973.
Dabei könnte man BLUTJUNGE VERFÜHRERINEN 2 als durchaus vorsichtig inszeniert bezeichnen, etwas expliziter ist lediglich eine kurze Masturbationsszene. Die deutschen Dialoge treiben Dietrich-typisch gewagte Stilblüten, wie etwa, „Knaben? Unsere Rosa ist doch nicht Rosa von Praunheim!“
Anders als der Vorgänger, der größtenteils in Berlin entstand, wurde BLUTJUNGE VERFÜHRERINNEN 2 in der Schweiz gedreht. In einer Szene, die in einem Kino spielt, gibt es Ausschnitte aus Dietrichs CHAMPAGNER FÜR ZIMMER 17 (1969) zu sehen, die schöne Mordszene von Herbert Fux an Tamara Baroni. Unter den Kinozuschauern, links in der letzten Reihe, Erwin C. Dietrich.
Bei den Damen fährt man wieder einiges auf: Rena Bergen, Christa Free, Evelyne Traeger, Margrit Siegel, Melitta Tegeler, Dorit Henke, Yvonne Schneider, Anna Kristina und Ingrid Steeger (mit scheußlicher Perücke). Alles aber wie gesagt eher zahm.
Und schade, dass Dietrich den „Manfred Gregor“ (bekanntlich sein Pseudonym als Drehbuchautor) nicht selbst gespielt hat. Dennoch sehenswert.