Riders of Justice

Riders of Justice ★★★½

Ich hatte mich sehr auf den Film gefreut, weil ich gerade dieses Jahr so richtig mit Anders Thomas Jensens Filmen warm geworden bin, und generell hörte sich "Riders of Justice" wie ein Film nach meinem Geschmack an. Aber leider funktionierte er nicht so gut bei mir, wie ich es erhoffte, obwohl er sämtliche ATJ-Stärken (weirde, zwielichtige, aber irgendwie liebenswerte Figuren; geniale Wendungen/Auflösungen; schwarzer Humor...) beinhaltet.

Die titelgebenden Riders of Justice - eine Gang, an der sich Soldat Markus (Mads Mikkelsen) rächen will, weil seine Frau bei einem ihrer Anschläge tödlich verunglückt ist - bleiben mir leider etwas zu blass, bzw. entpuppen sich als uninteressanter als ich mir erhoffte.
Den Konflikt zwischen Markus und seiner Tochter Mathilde (Andrea Heick Gadeberg) fand ich stellenweise etwas langweilig. Und ich hätte mir einen noch verschachtelteren und/oder wendungsreicheren Handlungsverlauf gewünscht, auch wenn das Meckern auf sehr hohem Niveau ist.
Während ich den Film nochmal reflektiere, wird mir noch bewusster, dass ich nicht genau erklären kann, warum ich ihn nicht ganz so mochte, wie beispielsweise "Dänische Delikatessen", da sich
"Riders of Justice" wahrscheinlich auf der umfangreichsten und spannendsten ATJ-Prämisse bewegt, die ich bisher kenne.

Nichtsdestotrotz finde ich "Riders of Justice" einen sehr sehenswerten Film, den ich mir auch sicher nochmal ansehe, und eventuell verbessert sich dadurch mein Eindruck. Denn den Twist finde ich absolut herausragend, der Humor ist genau mein Ding und mit dem Großteil der Figuren habe ich meinen Spaß. Ich wünsche mir generell mehr solche Filme, die sich so intensiv, spannend und unterhaltsam mit ihrer Handlung und ihren Figuren auseinandersetzen, wie die Werke von Anders Thomas Jensen.

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