Amy

Amy

Es liegt eine gewisse Barbarei in einem Film, der zwei Stunden lang intime Bilder einer Frau zeigt, die erklärt: “If I could give it all back just to walk down the street with no hassle, I would."

"Amy" ist sicherlich kraftvoll und wirkungsmächtig. Das Schicksal der Sängerin berührt, man leidet mit der Performerin, vielleicht sogar mit einem Menschen. Aber es ist ein Leid wie im Horror-Kino und wird durch die Freude ausgeglichen, nicht in der selben Lage zu sein.

Werden hier nicht die selben Bedürfnisse befriedigt, wie im Boulevard-Magazin? Der Dokumentarfilm liebt die Paparazzi nicht, wohl aber ihre Bilder. Das Blitzlichtgewitter wird mit etwas Abstand gefilmt, aber aus der Perspektive von Amy Winehouse ist da einfach ein gieriges Auge mehr, das Löcher in die Seele reißt.