I Saw the Devil

I Saw the Devil ★★★½

A handsome young woman is tortured and killed by a murderer, and her fiancé swears ultimate revenge. Sounds like a classic revenge thriller. Well, it is to a certain extent, but I Saw the Devil takes the topic to the extreme and goes a few steps further than conventional genre representatives. Maybe too far? Every viewer will certainly feel differently.

For me it is both the strength and the weakness of the film. Because on the one hand it is great that the film has the courage to go so far and break genre conventions, on the other hand the 140 minutes are a bit too long and some things just seem too repetitive and lose a little of their effect, at least for my feeling. Less might have been more here.

The two main actors do a great job, unfortunately I didn't find their characters overly interesting, they don't get enough depth and facets. That would have been particularly desirable in this personal duel. In addition, there are no interesting supporting characters, as they are usually only allowed to take on the role of victim.

Nevertheless, the film is worth seeing, simply because it does a lot of things differently from a narrative point of view than we are used to. Apart from that, it really has various exciting and highly intense moments to offer (I'm just saying cab scene!), and its sometimes horror-like atmosphere makes the whole thing seem even more threatening.

One more thing should be said: the movie is brutal, and by that I mean really damn brutal! These scenes are also very well done, which makes it look even more realistic. Anyone who reacts sensitively should stay away from it.


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Eine junge Frau wird von einem Serienmörder gequält und umgebracht, daraufhin schwört ihr Verlobter ultimative Rache. Klingt wie ein klassischer Revenge-Thriller. Nun, das ist es bis zu einem bestimmten Grad auch, doch I Saw the Devil treibt die Thematik auf die Spitze und geht hier noch einige Schritte weiter als konventionelle Genrevertreter. Vielleicht zu weit? Das wird jeder Zuschauer sicherlich anders empfinden.

Für mich ist es zugleich die Stärke und die Schwäche des Films. Denn es ist zum Einen toll, dass der Film den Mut hat so weit zu gehen und Genrekonventionen aufzubrechen, auf der anderen Seite sind die 140 Minuten dann doch etwas zu lang und manche Dinge wirken dadurch einfach zu repetitiv und verlieren etwas an Wirkung, zumindest für mein Empfinden. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

Die beiden Hauptdarsteller machen einen tollen Job, leider fand ich ihre Charaktere nicht übermäßig interessant, dafür bekommen sie zu wenig Tiefe und Facetten spendiert. Das wäre gerade bei diesem persönlichen Duell aber wünschenswert gewesen. Darüber hinaus gibt es auch keine besonders interessanten Nebencharaktere, da diese meist nur die Opferrolle einnehmen dürfen.

Trotzdem ist der Film sehenswert, ganz einfach weil er erzählerisch eben einiges anders macht als man es gewohnt ist. Davon abgesehen hat er wirklich diverse spannende und hochintensive Momente zu bieten (ich sag nur Taxi-Szene!), und seine stellenweise horrorartige Atmosphäre lässt das Ganze sogar noch bedrohlicher erscheinen.

Eine Sache sollte noch gesagt werden: Der Film ist brutal, und damit meine ich wirklich verdammt brutal! Diese Szenen sind zudem sehr gut gemacht, dadurch wirkt es noch realistischer. Wer da empfindlich reagiert, sollte die Finger davon lassen.

John liked these reviews

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