Papillon

Papillon ★★★½

Die 1930er Jahre: Frankreich pflegt seit Jahrzehnten unliebsame Gefangene in Übersee unterzubringen. Besonders berühmt-berüchtigt ist eine Strafkolonie in Französisch-Guyana.
Eine Flucht von dort ist praktisch unmöglich. Dafür sorgen moskitoverseuchte Sümpfe, skrupellose Kopfgeldjäger, ein Meer, das sich durch tückische Strömungen und eine hohe Haidichte auszeichnet, ganz zu schweigen von den üblichen Faktoren, wie hohe Mauern und schießgeile Wärter.
Dies alles hält natürlich Insassen, die entweder verrückt genug sind oder ohnehin nichts mehr zu verlieren haben, keineswegs von dem Himmelfahrtskommando eines Fluchtversuches ab.
Zu letzterer Kategorie ließe sich auch Henri Charrière, genannt "Papillon", zählen, der sich im Knast mit dem Fälscher Louis Dega angefreundet hat...

"Papillon" ist astreines Abenteuerkino! Gerade die Originallocations und die aufwendig gestalteten Kulissen bieten schon einiges an Schauwerten.
Vor allem lebt der Film jedoch von seinen tollen Hauptdarstellern. Dustin Hoffman und in noch größerem Ausmaße Steve McQueen sind schon eine absolute Wucht.
Kein Wunder, dass der reale Henri Charrière (dessen Buch ich leider nicht gelesen habe) hochzufrieden mit der Besetzung seiner Rolle war. Aber sind wir mal ehrlich, wer sieht sich selbst nicht gerne als Steve McQueen?
Neben seinen diversen Schauwerten, hebt sich der Film vor Allem durch seine drastische Schilderung des unmenschlichen französischen Justizsystems hervor. Das ist teilweise wirklich ganz schön unangenehm anzuschauen.
Das Einzige was ich dem Film vorzuwerfen hätte währen ein paar allzu holprige Handlungssprünge. Kann aber auch sein, dass ich eine etwas seltsam geschnittene Version gesehen habe.

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