A Time to Kill

A Time to Kill ★★½

Als Literaturverfilmung ist Die Jury sicherlich sehr gelungen, denn Handlung und Charaktere sind sehr nah an der Buchvorlage von John Grisham verankert. Leider bedeutet dies aber auch, dass der Film die selben Probleme wie der Roman aufweist. Deren größtes ist die für einen Justizthriller schon fast groteske Verwechslung von Recht und Sympathie. Natürlich ist die Tat von Samuel L. Jackson's Figur nachvollziehbar und dies sollte im Prozess auch Berücksichtigung finden. Allerdings zeichnet das Ende dieses Films quasi ein flammendes Plädoyer für die Anwendung von Selbstjustiz, das jedes Rechtssystem aus den Fugen hebt.
Die prominente Schauspielerriege spielt zwar ganz passabel aber da die Figuren schablonenhaft streng in gut und böse eingeteilt sind und der Handlungsverlauf sie zusätzlich zu sehr in eine bestimmte Ecke drängt, war letztendlich auch für Größen wie Jackson, Bullock oder Spacey nicht viel Gelegenheit zu glänzen. Der blasse McConaughey wirkt hier noch wie ein Schauspiel-Azubi.

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