Hellbound

Hellbound ★★★★

Hellbound ist eine südkoreanische Serie die es aktuell recht neu bei Netflix zu sehen gibt. Drei, dem Anschein nach, übernatürliche Wesen richten am hellichten Tag einen Mann in den Strassen von Seoul hin und schicken in die Hölle. So entspinnt sich eine Story rund um Glaube, Fanatismus, Macht und die Suche nach der Wahrheit.

Yeon Sang-Ho, unter anderem verantwortlich für den großartigen Train to Busan, inszeniert hier eine tolle und interessante, aus sechs Folgen bestehende, Miniserie. Hellbound ist explizit in seiner Gewaltdarstellung und macht auch bei kritischen Themen keine Ausnahme. So ist das hier absolut keine Mainstreamware und weiss trotz geradliniger Inszenierung zu überraschen. Der Spannungsbogen nimmt von Episode zu Episode zu. Auch wenn man storytechnisch nicht jedem Stolperstein ausweicht überwiegen die positiven Aspekte.

Eiskalte Charaktere, Entscheidungen die folgenschwere Konsequenzen haben und eine Story die sich krass zuspitzt und zudem noch jede Menge Sozialkritik liefert. In vielen Charakteren, Dialogen und Szenen kann man zusätzlich zum Offensichtlichen noch einiges zwischen den Zeilen lesen. Inszenatorisch gibt's hier auch wenig zu meckern. Im Gegenteil, Hellbound sieht wirklich gut aus und bietet auch wirklich ordentliche wohl dosierte Action. Diese kommt aber nicht oft vor. Der Fokus liegt ganz klar auf der Geschichte der Charaktere.

Die Story, die sich viel weitreichender entwickelt als man zu Beginn vermuten mag, entlädt sich in einem zwar doch etwas zu schnellen aber trotzdem durchdachten Finale dass dem Zuschauer sowohl Fragen als auch Antworten präsentiert und definitiv genug mit auf dem Weg gibt worüber es sich lohnt mal nachzudenken. So hat mir Hellbound als Miniserie wirklich sehr gut gefallen. Klare Empfehlung.

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